{"id":488,"date":"2024-12-06T17:13:13","date_gmt":"2024-12-06T17:13:13","guid":{"rendered":"https:\/\/trans-border.net\/?p=488"},"modified":"2024-12-06T17:13:23","modified_gmt":"2024-12-06T17:13:23","slug":"transnationale-organisierung-grenzen-herausforderungen-und-perspektiven","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/trans-border.net\/index.php\/transnationale-organisierung-grenzen-herausforderungen-und-perspektiven\/","title":{"rendered":"Transnationale Organisierung \u2013 Grenzen, Herausforderungen und Perspektiven"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><strong>Ein Gespr\u00e4ch zwischen Aktivist:innen von Precarious Disconnection in Bologna\/Italien \u2013 aktiv in der Plattform f\u00fcr einen Transnationalen Sozialen Streik (TSS) \u2013 und von kein mensch ist illegal in Hanau\/Deutschland \u2013 aktiv im transnationalen Netzwerk Alarm Phone (AP)<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Idee f\u00fcr das folgende Gespr\u00e4ch und diesen Austausch ist entstanden, als sich Mitglieder der beiden genannten Gruppen in den Jahren 2023 und 2024 einige Male getroffen haben. Sie stellten fest, dass sie in zwei sehr unterschiedlichen transnationalen Netzwerken aktiv sind, aber immer wieder vor \u00e4hnlichen Herausforderungen stehen und \u00e4hnliche Ans\u00e4tze verfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beide Gruppen haben eine lange Tradition in der transnationalen Organisierung und waren bereits zwischen 2003 und 2009 gemeinsam im Frassanito-Netzwerk aktiv. In dieser Zeit unterst\u00fctzten sie bereits die K\u00e4mpfe und Autonomien der Migration gegen das rassistische Ausbeutungs- und Grenzregime der EU (*1). Sp\u00e4ter, im Jahr 2013, waren beide Gruppen an den Blockupy-Mobilisierungen und -Treffen beteiligt (*2). Beide Gruppen besch\u00e4ftigen sich kontinuierlich mit Perspektiven globaler sozialer K\u00e4mpfe und setzen dabei einen Schwerpunkt auf die Bewegungen der Migration. Beide sind davon \u00fcberzeugt, dass es transnationaler Organisierung bedarf, um das System herauszufordern und zu versuchen, es zu \u00fcberwinden. Zur Strukturierung des Gespr\u00e4chs und um zentrale Erfahrungen und Erwartungen anzusprechen, haben sie die folgenden neun Fragen formuliert.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>siehe den transnationalen Newsletter von Frassanito: \u201ecrossing borders\u201c, hier archiviert: <a href=\"http:\/\/www.noborder.org\/crossing_borders\/\">http:\/\/www.noborder.org\/crossing_borders\/<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Blockupy_movement\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Blockupy_movement#<\/a><\/li>\n<\/ol>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/001-Blockupy-2015-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-453\" style=\"width:750px\" srcset=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/001-Blockupy-2015-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/001-Blockupy-2015-300x225.jpg 300w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/001-Blockupy-2015-768x576.jpg 768w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/001-Blockupy-2015-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/001-Blockupy-2015-600x450.jpg 600w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/001-Blockupy-2015.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Blockupy 2015<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong><strong>\u2013 (1) Ihr bewegt Euch kontinuierlich in transnationalen Netzwerken, beide &#8211; sowohl TSS als auch AP &#8211; mit einer Geschichte von etwa 10 Jahren. Was w\u00e4re Eure positive Vision nach weiteren 10 Jahren? Wo wollt Ihr 2034 stehen? Mit TSS auf einer h\u00f6heren Ebene von gleichzeitigen Streiks? Mit AP in selbstorganisierten F\u00e4hren gegen Frontex?<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Precarious Disconnections (P.D.):<\/strong> <em>Zehn Jahre sind eine sehr lange Zeit, wenn wir sie aus politischer Sicht betrachten. Aber dann wird durch die Frage deutlich, dass seit dem Beginn der TSS-Initiative bereits zehn Jahre vergangen sind. Die Vorstellung von der Zukunft muss sich also der Tatsache stellen, dass die Kontinuit\u00e4t politischer Initiativen eine st\u00e4ndige Herausforderung darstellt.<\/em> <em>Es ist schwierig, Erwartungen zu formulieren, wenn sich die Dinge um uns herum so schnell ver\u00e4ndern. Von Anfang an bestand das Ziel des TSS darin, Ereignisse, die ebenso wichtig wie unzusammenh\u00e4ngend waren \u2013 einzelne Streiks in den Betrieben, wie der Kampf in den Fast-Food-Restaurants in den USA f\u00fcr einen Mindestlohn, K\u00e4mpfe von Migrant:innen, nationale Proteste wie der gegen das <\/em>Loi travail<em> in Frankreich \u2013 als Teile einer transnationalen \u201eStreikbewegung\u201c zu lesen.<\/em> <em>Dieser Versuch fiel zun\u00e4chst mit einer Neudefinition des Streiks zusammen, die \u00fcber die traditionelle Vorstellung einer Produktionsunterbrechung hinausging, die oft von den Gewerkschaften monopolisiert wurde. Als soziale und transnationale Bewegung wurde der Streik f\u00fcr uns auch zum Synonym einer kollektiven F\u00e4higkeit, die sozialen und politischen Bedingungen der Ausbeutung zu verweigern. Infolgedessen wies die Streikbewegung auf die Notwendigkeit hin, die politische Infrastruktur, d. h. die Organisierung zu realisieren, die erforderlich ist, um sie \u00fcber spezifische Ereignisse hinaus zu unterst\u00fctzen und zu f\u00f6rdern.<\/em> <em>Wenn wir also gefragt werden, wie wir uns die Zukunft vorstellen, denken wir nicht so sehr an eine riesige koordinierte Aktion. Vielmehr geht es uns um die Verbesserung und Verstetigung einer Organisierung, die es uns erm\u00f6glicht, sowohl auf rasche Ver\u00e4nderungen vorbereitet zu sein und sie in Chancen umzuwandeln als auch die subversive Kraft sozialer Bewegungen zu best\u00e4rken, die sonst Gefahr laufen, sich aufzul\u00f6sen, wenn einzelne Mobilisierungen zu Ende gehen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>no one is illegal\/Hanau (noii)<em>: <\/em><\/strong><em>Ja, jetzt im Oktober 2024 ist das Alarm Phone zehn Jahre alt geworden und es ist immer noch eine unglaubliche Geschichte. Ein Beispiel: Als wir im Oktober 2014 begannen, taten wir dies haupts\u00e4chlich in Bezug auf die Situation im zentralen Mittelmeerraum.<\/em> <em>Aber wir konnten uns nicht vorstellen, dass unsere Hotline auch in der \u00c4g\u00e4is zum Einsatz kommen k\u00f6nnte, da diese bereits zu dieser Zeit von permanenten Push-Backs durch die griechische K\u00fcstenwache gepr\u00e4gt war. Aber im Jahr 2015 \u00e4nderte sich die Situation v\u00f6llig und die Migrationsbewegungen \u00fcberrannten die See- und Landgrenzen. Sie \u00f6ffneten Schritt f\u00fcr Schritt die Balkanroute und es geschah v\u00f6llig unerwartet, was wir als Sommer der Migration bezeichnen.<\/em> <em>Das Alarm Phone erhielt daraufhin \u2013 in Kontakt mit syrischen, irakischen und afghanischen Communities on the Move \u2013 Hunderte von Anrufen und konnte diese Autonomien der Migration bestm\u00f6glich unterst\u00fctzen. Was wir sagen wollen und was wir 2015 erneut gelernt haben: Die Dynamik sozialer Bewegungen kann eine scheinbar \u201estabile\u201c repressive Situation in wenigen Wochen oder Monaten herausfordern und ver\u00e4ndern. Von 2016 bis heute m\u00fcssen wir ein st\u00e4ndiges Rollback erleben, mit einer unertr\u00e4glichen \u201eNormalisierung\u201c des Sterbens auf See und einer Brutalisierung des Pull- und Pushback-Regimes. Aber wir sollten nie ausschlie\u00dfen, dass es wieder zu Gegenentwicklungen kommt.<\/em> <em>Unser Traum f\u00fcr 2034 ist daher nat\u00fcrlich ein weiterer und langfristigerer Durchbruch und Widerstand gegen das Grenz- und Visaregime der EU \u2013 mit \u201eF\u00e4hren statt Frontex\u201c als realisiertem Slogan, um sichere Passagen zu gew\u00e4hrleisten und das Sterben auf See zu beenden. Gleichzeitig wissen wir, dass dies nur als Teil eines umfassenderen Zyklus von K\u00e4mpfen f\u00fcr globale Gerechtigkeit m\u00f6glich sein wird.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"828\" src=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/002-Aegean-2015-1024x828.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-454\" style=\"width:749px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/002-Aegean-2015-1024x828.jpg 1024w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/002-Aegean-2015-300x242.jpg 300w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/002-Aegean-2015-768x621.jpg 768w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/002-Aegean-2015-1536x1241.jpg 1536w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/002-Aegean-2015.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00c4g\u00e4isches Meer 2015<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong><strong>(2) Kommen wir zur\u00fcck in die Gegenwart. Wie analysiert Ihr \u2013 kurz und knapp \u2013 die multiplen Krisen und Angriffe, aber auch die globalen K\u00e4mpfe? Was sind die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen und was sind Eure Interventionsschwerpunkte in einem kurz- und mittelfristigen Horizont?<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>P.D.: <\/strong><em>Viele sprechen heute von multiplen Krisen, \u201ePolicrisis\u201c ist das neue Wort daf\u00fcr. Diese Denkweise neigt jedoch dazu, die Fragmentierung zu reproduzieren. Es gibt nur eine Krise, n\u00e4mlich die Krise des neoliberalen Kapitalismus. Mehrere Prozesse haben diese Krise ausgel\u00f6st: von Finanzkrisen bis hin zur Covid-19-Pandemie, aber auch K\u00e4mpfe, die die Machtverh\u00e4ltnisse, auf denen die Reproduktion der kapitalistischen Gesellschaft beruht, radikal in Frage gestellt haben.<\/em> <em>Um nur einige Beispiele zu nennen: der sogenannte \u201eMigrant:innen-Ansturm\u201c von 2015, als Millionen von Migrant:innen aus Syrien und dem Nahen Osten \u201emit den F\u00fc\u00dfen\u201c in den Streik traten und sich schlichtweg weigerten, das durch Ausbeutung und Krieg verursachte Elend zu ertragen und damit die politischen Institutionen sowohl auf nationaler als auch auf europ\u00e4ischer Ebene ins Wanken brachten; oder der<\/em> <em>weltweite feministische Streik gegen patriarchale Gewalt, der eine Vielzahl von K\u00e4mpfen f\u00fcr sexuelle Freiheit und Befreiung von Gewalt und Ausbeutung bef\u00f6rdert hat und der auch etwas erreichen konnte, wie das Recht auf Abtreibung in Argentinien und Irland &#8230; Diese Bewegungen haben dazu beigetragen, die Krise des neoliberalen Kapitalismus zu entfachen, der in seiner Struktur rassistisch und patriarchalisch ist.<\/em> <em>In gewisser Weise ist der Krieg \u2013 nicht nur der spezifische Krieg in der Ukraine oder der spezifische Krieg in Pal\u00e4stina und im Libanon, sondern der Dritte Weltkrieg, d. h. die weltweite Ausweitung der Kriegslogik auf alle Aspekte unseres Lebens \u2013 ein Symptom und eine Reaktion auf diese Krise.<\/em> <em>Die Angriffe auf diejenigen, an deren Seite wir stehen, werden als Folge dieses Dritten Weltkriegs verst\u00e4rkt: Zunahme des Rassismus, Verschlechterung der Arbeits- und Lebensbedingungen \u00fcberall, Versch\u00e4rfung reaktion\u00e4rer Politiken und politischer Diskurse, Aufgabe gr\u00fcner Transformationsplanungen.<\/em> <em>Wir m\u00fcssen weiterhin Tag f\u00fcr Tag gegen all dies vorgehen, um die K\u00e4mpfe von Migrant:innen, Frauen, LGBTQ+-Personen und Arbeiter:innen \u00fcber die Grenzen hinweg miteinander zu verbinden. Um dies zu erreichen, m\u00fcssen wir uns auch mit dem grunds\u00e4tzlichen politischen Problem des Fehlens einer transnationalen Bewegung gegen den Krieg auseinandersetzen \u2013 die wir dringend brauchen. Mittelfristig wird der Krieg nicht enden.<\/em> <em>Das bedeutet nicht nur, dass eine starke Bewegung f\u00fcr einen sofortigen Waffenstillstand in der Ukraine, in Pal\u00e4stina und im Libanon notwendig ist, sondern auch, dass wir die Bedingungen f\u00fcr das schaffen m\u00fcssen, was die \u201ePermanent Assembly against the War\u201c (PAAW) als \u201eeine transnationale Politik des Friedens\u201c bezeichnet hat, um den Dynamiken des Krieges &#8211; mit den versch\u00e4rften Spaltungen und mit immer weniger Handlungsspielr\u00e4umen &#8211; entgegenzuwirken. Dies ist und bleibt ein entscheidender Bereich unserer Initiative.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Noii: <\/em><\/strong><em>K\u00e4mpfe und Krisen, die Frage nach Henne oder Ei &#8230; wir sind uns zumindest einig, dass wir es als Wechselspiel verstehen sollten. Wenn wir die Migration betrachten, sehen wir darin beides: die Folgen der kolonialen und kapitalistischen Zerst\u00f6rung, aber auch eine Bewegung der Wiederaneignung, eine Globalisierung von unten.<\/em> <em>Mit Blick auf das moderne Grenz- und Visaregime: Es entwickelte sich offensichtlich als Antwort und Versuch, die Autonomien der Migration, die das System der Hierarchien und Ungleichheit in Frage stellte und immer noch stellt, wieder unter Kontrolle zu bekommen. Das Sterben auf See, die Brutalisierung an den Grenzen und deren Vorverlagerung sind insofern als Reaktionen zu verstehen. Es ist eine Abschreckungspolitik, die um jeden Preis die Grenzen als Filter f\u00fcr das bestehende Ausbeutungsgef\u00e4lle erhalten will. Rassismus dient als Strategie der Spannung, als entscheidendes Element des Teilens und Herrschens.<\/em> <em>Neokoloniale Strukturen, die mit Rassismen verflochten sind, sollen ein System offensichtlicher globaler Ungerechtigkeit aufrechterhalten und rechtfertigen. Kriege, Ausbeutung und Armut, die globalen Produktions- und Reproduktionsketten, Klassen, Geschlechter oder der Klimawandel \u2013 die Bewegungen der Flucht und Migration tragen die verschiedenen Krisen in sich und durchziehen alle Konflikte. F\u00fcr uns gewinnen die K\u00e4mpfe f\u00fcr Bewegungsfreiheit daher eine strategische Bedeutung: indem sie die Grenzen selbst untergraben und \u00fcberwinden und gleiche Rechte fordern, aber auch durch R\u00fcck\u00fcberweisungen als Umverteilung von Reichtum.<\/em> <em>Nicht zuletzt setzen wir auf die transnationalen Netzwerke, die wir in diesen K\u00e4mpfen zwischen S\u00fcd und Nord aufbauen, um mit d\u00fcnnen F\u00e4den zur Schaffung neuer Beziehungen beizutragen, die darauf abzielen, das System der globalen Apartheid in Frage zu stellen und zu \u00fcberwinden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><strong>\u2013 (3) Was sind Eurer Meinung nach die gr\u00f6\u00dften Hindernisse f\u00fcr eine st\u00e4rkere transnationale Organisierung? Wie geht Ihr mit der Ungleichzeitigkeit von K\u00e4mpfen um? Mit den Unterschieden und den globalen Hierarchien der Lebens- und Kampfbedingungen? Wie k\u00f6nnen wir diese angehen und versuchen, sie zu \u00fcberwinden?<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>P.D.: <\/strong><em>Es gibt heute zwei Hindernisse auf dem Weg zu einer st\u00e4rkeren transnationalen Organisierung:zum einen die lokale gegen die transnationale Organisierung zu stellen und zum anderen zu glauben, dass es einen Gegensatz zwischen der Schaffung eines gemeinsamen politischen Diskurses und einer politischen Initiative oder Aktion gibt.<\/em> <em>Das erstgenannte Problem h\u00e4ngt einerseits von den Unterschieden in unseren Lebens-, Arbeits- und Kampfbedingungen ab, die sich von Land zu Land \u00e4ndern: unterschiedliche Grade der Prekarit\u00e4t, unterschiedliche Arbeitsbeziehungen und Lohndifferenzen, unterschiedliche Verf\u00fcgbarkeit von Sozialleistungen und sexuellen Freiheiten, unterschiedliche Migrationsgesetze und so weiter.<\/em> <em>Andererseits h\u00e4ngt dieser falsche Gegensatz zwischen lokaler und transnationaler Organisation auch von den Gewohnheiten organisierter Gruppen und Bewegungen ab, die ihr t\u00e4gliches Handeln darauf ausrichten, ihre eigene Existenz als organisierte Gruppen und Bewegungen unver\u00e4ndert aufrecht zu erhalten.<\/em> <em>Die zweite Einschr\u00e4nkung betrifft die Frage, was wir unter politischer \u201eInitiative\u201c verstehen. Wir k\u00f6nnen nat\u00fcrlich einen transnationalen Aktionstag organisieren \u2013 wie wir es beispielsweise getan haben, indem wir am 1. M\u00e4rz Migrant:innenstreiks unterst\u00fctzt und organisiert oder indem wir am 1. Mai 2022 eine \u201eStreik den Krieg<\/em>\u201c<em>-Kampagne gestartet haben. Die wichtigsten Bewegungen der letzten Jahre wurden jedoch nicht \u201evon uns\u201c organisiert, sondern sind pl\u00f6tzlich entstanden.<\/em> <em>Die unmittelbaren Gr\u00fcnde f\u00fcr deren Entstehung \u2013 ein von der Polizei get\u00f6teter Schwarzer im Fall von Black Lives Matter, ein Gesetz zum Verbot von Abtreibungen im Fall des Frauenstreiks in Polen oder ein Femizid im Fall des j\u00fcngsten Streiks von Krankenschwestern und \u00c4rzt:innen in Indien \u2013 sind sowohl zuf\u00e4llig entstanden als auch Teil struktureller Bedingungen: Rassismus und Patriarchat.<\/em> <em>Ein strategischer Diskurs, der sich auf diese strukturellen Bedingungen konzentriert, ist auch der erste Schritt, um Teil einer echten Bewegung zu werden, die in der Lage ist, die Organisierung zu f\u00f6rdern, indem sie beispielsweise die Beziehung zwischen Rassismus, Patriarchat und der gegenw\u00e4rtigen Umstrukturierung des neoliberalen Kapitalismus in Kriegszeiten hervorhebt.<\/em> <em>Ohne diese Art von Organisierung und die konsolidierte F\u00e4higkeit, Verbindungen zwischen verschiedenen Bedingungen und K\u00e4mpfen herzustellen, schwindet die Macht dieser Bewegungen, wie es bei Klimabewegungen und -demonstrationen sehr deutlich wird: Sie k\u00f6nnen viele Menschen um ein bestimmtes lokales oder auch allgemeines Problem versammeln, aber es mangelt ihnen an Kontinuit\u00e4t und Ausweitung.<\/em> <em>Daher ist ein gemeinsamer politischer Diskurs f\u00fcr Mobilisierungen und f\u00fcr jede Art von transnationaler Initiative notwendig, um Kontinuit\u00e4t und die F\u00e4higkeit zur Konsolidierung einer politischen Kraft zu gew\u00e4hrleisten. Das bedeutet auch, dass wir nicht vermeiden k\u00f6nnen, uns unseren Differenzen zu stellen. In Italien gibt es beispielsweise einen anhaltende Auseinandersetzung \u00fcber die Zukunft eines Unternehmens von Stellantis in Turin. Der Streit dreht sich um die Produktion von Elektroautos, und die Bosse fordern \u00f6ffentliche Mittel, indem sie damit drohen, die Produktion nach Polen zu verlagern.<\/em> <em>Hier gibt es keine nationale oder lokale L\u00f6sung. Dar\u00fcber hinaus basiert der rasche Abbau des \u00f6ffentlichen Wohlstands zunehmend auf der Verf\u00fcgbarkeit von Arbeitsmigrant:innen, haupts\u00e4chlich Frauen. Sie sind aufgrund der Erpressung durch die Aufenthaltserlaubnisse &#8211; ohne die ihnen die Abschiebung in ihre Herkunftsl\u00e4nder oder in ein \u201eDrittland\u201c droht &#8211;\u00a0\u00a0 gezwungen, jeden Lohn und jede Arbeitsbedingung zu akzeptieren. In dieser Situation reicht kein nationaler Ansatz aus.<\/em> <em>Heutzutage gibt es keine lokalen Auseinandersetzungen und K\u00e4mpfe, die nicht von transnationalen Einfl\u00fcssen durchzogen sind. Unser Ziel sollte es sein, diese materiellen transnationalen Verbindungen in Organisierungsprozesse umzuwandeln, wobei wir die Unterschiede als zentrale Bedingung der transnationalen Herausforderung, mit der wir konfrontiert sind, wahrnehmen m\u00fcssen.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/003-womens-strike-Bologna.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-455\" style=\"width:756px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/003-womens-strike-Bologna.jpg 1000w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/003-womens-strike-Bologna-300x200.jpg 300w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/003-womens-strike-Bologna-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Frauen*-Streik in Bologna<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Noii:<\/strong><em>Ja, in dieser Welt der Hierarchien und Ungleichheiten sind wir mit sehr unterschiedlichen Bedingungen konfrontiert und auch die Zyklen des Widerstands und der K\u00e4mpfe variieren in Zeit und Dynamik.<\/em> <em>Daher wird ein vereinfachtes Konzept gemeinsamer oder sogar gleichzeitiger K\u00e4mpfe nicht funktionieren. Wir haben es bereits erlebt, als wir zu gemeinsamen Aktionstagen mit der gescheiterten \u2013 weil sehr statischen \u2013 Erwartung aufgerufen haben, Schritt f\u00fcr Schritt einen st\u00e4rkeren Kampf mit immer mehr Gruppen und St\u00e4dten zu organisieren. Stattdessen denken wir, dass wir auf gegenseitige Inspiration und gegenseitiges Lernen setzen sollten. 1997 haben wir das bundesweite Netzwerk \u201ekein mensch ist illegal\u201c in Anlehnung an und in Reflexion auf die beeindruckenden K\u00e4mpfe der Sans Papiers in Paris gegr\u00fcndet.<\/em> <em>Wir konnten starke Kampagnen gegen Illegalisierung und Abschiebungen aufbauen, wohl wissend, dass wir die Dynamik aus Frankreich nicht kopieren k\u00f6nnen. 20 Jahre sp\u00e4ter, zwischen 2016 und 2019, konnten wir mit dem neuen B\u00fcndnis We&#8217;ll Come United Zehntausende auf die Stra\u00dfe bringen, in der Folge des Sommers der Migration und in Opposition zu dem anhaltenden Rollback. Es war ein gro\u00dfartiger Zyklus von drei Jahren, aber Kraft und Dynamik konnten nicht l\u00e4ngerfristig aufrechterhalten werden, als sich die Bedingungen erneut \u00e4nderten. Da wir von der Bedeutung kollektiver Erinnerungen \u00fcberzeugt sind, konnten wir zumindest grundlegende Strukturen und wichtige Erfahrungen bewahren, auf denen wir in den n\u00e4chsten Zyklen von K\u00e4mpfen aufbauen k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/004-WCU-2018-in-Hamburg-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-456\" style=\"width:750px\" srcset=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/004-WCU-2018-in-Hamburg-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/004-WCU-2018-in-Hamburg-300x169.jpg 300w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/004-WCU-2018-in-Hamburg-768x432.jpg 768w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/004-WCU-2018-in-Hamburg-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/004-WCU-2018-in-Hamburg-1360x765.jpg 1360w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/004-WCU-2018-in-Hamburg.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Welcome United 2018 in Hamburg<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong><strong>\u2013 (4) Wie nehmt Ihr soziale K\u00e4mpfe und Eure Rolle als politische Gruppe und transnationales Netzwerk wahr? Welche Art von K\u00e4mpfen ist f\u00fcr Euch am wichtigsten? Wie steht Ihr zu sichtbaren und unsichtbaren t\u00e4glichen Widerstandspraktiken?<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>P.D.: <\/strong><em>In den letzten Jahren haben wir versucht, die vielf\u00e4ltigen \u201esozialen Streiks<\/em>\u201c<em>, die stattgefunden haben, sichtbar zu machen und die M\u00f6glichkeit aufzuzeigen, sich jenseits und gegen die sich verschlechternden materiellen Bedingungen zu organisieren.<\/em> <em>W\u00e4hrend viele europ\u00e4ische Bewegungen und Netzwerke auf das \u201eHerz der Bestie\u201c abzielten, d. h. auf das finanzielle Zentrum der Europ\u00e4ischen Union, das durch die Europ\u00e4ische Zentralbank in Frankfurt symbolisiert wird, organisierten wir das erste Treffen des TSS in Polen, wo es an den Knotenpunkten der transnationalen Produktionsketten viele Arbeitsk\u00e4mpfe gab.<\/em> <em>Wir konnten die strategische Bedeutung vorwegnehmen, die Polen und der Osten heute spielen, nicht so sehr in geopolitischer Hinsicht, sondern f\u00fcr die transnationale Organisation von Produktion und Reproduktion in Kriegszeiten.<\/em> <em>W\u00e4hrend des Covid-19-Notstands, als systemrelevante Arbeitskr\u00e4fte, haupts\u00e4chlich Frauen und Migrant:innen, gegen die t\u00f6dliche Ausbeutung, die durch die Pandemie noch versch\u00e4rft wurde, k\u00e4mpften und streikten, gr\u00fcndete der TSS ein Netzwerk namens E.A.S.T. \u2013 Essential autonomous struggles transnational \u2013 um diese K\u00e4mpfe miteinander zu vernetzen und sichtbar zu machen.<\/em> <em>Es geht nicht so sehr darum zu fragen, welche K\u00e4mpfe \u201ewichtiger\u201c sind. Es geht darum, dass einige K\u00e4mpfe das Potenzial haben, zu \u201eVerbindern\u201c vieler allt\u00e4glicher K\u00e4mpfe und lokaler Praktiken zu werden, die \u2013 obwohl sie wichtig f\u00fcr die Verbesserung der Lebensbedingungen vieler Menschen sind \u2013 sonst Gefahr laufen, isoliert und fragmentiert zu bleiben. Es geht darum, diese Verbindung zu einem politischen Projekt zu machen.<\/em> <em>Aus diesem Grund haben Migrant:innenkollektive und antirassistische Aktivist:innen in ganz Europa und dar\u00fcber hinaus im Rahmen der TSS-Plattform die Transnational Migrants Coordination (TMC) aufgebaut: einen Raum mit dem Ziel, die verschiedenen K\u00e4mpfe gegen Rassismus und Ausbeutung, die innerhalb Europas, an seinen Grenzen und dar\u00fcber hinaus stattfinden, zu verbinden.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"725\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/005-725x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-457\" style=\"width:750px\" srcset=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/005-725x1024.jpg 725w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/005-212x300.jpg 212w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/005-768x1085.jpg 768w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/005-1088x1536.jpg 1088w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/005.jpg 1450w\" sizes=\"auto, (max-width: 725px) 100vw, 725px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Noii:<\/strong><em>Mit Alarm Phone beziehen wir uns auf das Bild der Underground-Railroad, den verborgenen abolitionistischen K\u00e4mpfen gegen die Sklaverei. Migrationsbewegungen sind in erster Linie allt\u00e4gliche, unsichtbare soziale K\u00e4mpfe, die das Grenzregime untergraben.<\/em> <em>Als 2006 in den USA riesige Demonstrationen von Migrant:innen gegen neue repressive Gesetze stattfanden, bezeichneten einige Freund:innen in Los Angeles dies als \u201eeinen schlafenden Riesen, der erwacht ist<\/em>\u201c<em>. Der historische \u201eMarch of Hope\u201c im September 2015 in Ungarn, der dann zu einigen Monaten der Bewegungsfreiheit auf der Balkan-Route f\u00fchrte, war \u201enur\u201c der sichtbare H\u00f6hepunkt eines eher versteckten Kampfes in den Monaten zuvor.<\/em> <em>Und im vergangenen Jahr 2023 im zentralen Mittelmeerraum: trotz und gegen eine postfaschistische Meloni-Regierung schafften es mehr als 150.000 People on the Move von Tunesien oder Libyen nach Europa &#8211; eine Rekordzahl.<\/em> <em>\u00c4hnlich in Deutschland: trotz und gegen die zunehmenden rassistischen Diskurse und neuen repressiven Gesetze wurden im Jahr 2023 mehr als 330.000 neue Asylsuchende registriert, ebenfalls eine der h\u00f6chsten Zahlen in der Geschichte Deutschlands. Diese Kluften zwischen offizieller Politik und sozialer Realit\u00e4t m\u00fcssen als stille, aber erfolgreiche Autonomien und Hartn\u00e4ckigkeiten von Migrationsbewegungen interpretiert und anerkannt werden.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"956\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/006-Lampedusa-Cemetry--956x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-458\" style=\"width:750px\" srcset=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/006-Lampedusa-Cemetry--956x1024.jpg 956w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/006-Lampedusa-Cemetry--280x300.jpg 280w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/006-Lampedusa-Cemetry--768x823.jpg 768w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/006-Lampedusa-Cemetry--1434x1536.jpg 1434w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/006-Lampedusa-Cemetry-.jpg 1912w\" sizes=\"auto, (max-width: 956px) 100vw, 956px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Lampedusa Friedhof<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong><strong>\u2013 (5) Hofft Ihr, mit Mobilisierungen und Veranstaltungen eine eigene Dynamik zu schaffen? Oder seht Ihr Euch eher in einer \u201eWarteposition<\/strong>\u201c<strong>, um Euch auf neue Zyklen autonomer und spontaner sozialer K\u00e4mpfe vorzubereiten und dann zu versuchen, mit transnationalen Strukturen in diese einzugreifen?<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>P.D.: <\/strong><em>Das h\u00e4ngt mit dem zusammen, was wir bereits gesagt haben. Sich auf neue Zyklen von K\u00e4mpfen vorzubereiten, ist jedoch keine Warteposition. Es ist die aktive Arbeit der Antizipation, die Schaffung einer politischen Kommunikation zwischen Aktivist:innen, Kollektiven und (Basis-)Gewerkschaften, die bereit sind, eine transnationale politische Infrastruktur zu schaffen, ausgehend von der Erkenntnis ihrer Begrenztheiten und der Dringlichkeit, dass etwas mehr ben<\/em><em>\u00f6<\/em><em>tigt wird, als das, was wir bereits bieten k<\/em><em>\u00f6<\/em><em>nnen.<\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Noii: <\/strong>W<em>ir \u2013 sagen wir als politische Bewegung \u2013 haben allen Grund, bescheiden zu sein und unsere Grenzen zu kennen. Wir k<\/em><em>\u00f6<\/em><em>nnen soziale K\u00e4mpfe verst\u00e4rken, indem wir diese mit Interventionen unterst\u00fctzen und \u2013 wie wir es nennen \u2013 Infrastrukturen f\u00fcr die Bewegungsfreiheit aufbauen. Wir stimmen den Freund:innen von PD zu, dass wir versuchen k<\/em><em>\u00f6<\/em><em>nnen und sollten, als eine Art Botschafter:innen Verbindungen zu katalysieren und transnationale Netzwerke aufzubauen.<\/em> <em>Aber wir sollten uns nicht einbilden, neue Dynamiken und Zyklen von K\u00e4mpfen schaffen zu k\u00f6nnen. Mit Blick auf den (gro\u00dfen) Sommer der Migration 2015 oder auch den (kleinen) Sommer der Migration 2023 war unser Beitrag zur Unterst\u00fctzung in keiner Weise entscheidend.<\/em> <em>Wir konnten und sollten so gut wie m<\/em><em>\u00f6<\/em><em>glich begleiten \u2013 was wir in beiden F\u00e4llen auch taten \u2013, aber wir sollten die Autonomien anerkennen und respektieren. Dies gilt umso mehr f\u00fcr 2011 und die Arabellion, die sich wenige Wochen zuvor niemand in der politischen Sph\u00e4re vorstellen konnte und die dann \u2013 innerhalb weniger Wochen \u2013 alles M\u00f6gliche ver\u00e4nderte und \u2013 in Bezug auf Migration \u2013 auch das externalisierte Grenzregime zusammenbrechen lie\u00df.<\/em> <em>Ja, <\/em><em>\u201eWarteposition\u201c klingt viel zu passiv, und wir w\u00fcrden formulieren, dass wir versuchen, uns in umk\u00e4mpften R\u00e4umen zu bewegen und zu unterst\u00fctzen.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"738\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/007-738x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-459\" style=\"width:750px\" srcset=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/007-738x1024.jpg 738w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/007-216x300.jpg 216w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/007-768x1066.jpg 768w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/007-1107x1536.jpg 1107w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/007.jpg 1476w\" sizes=\"auto, (max-width: 738px) 100vw, 738px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong><strong>\u2014 (6) TSS hat eher eine Praxis von Treffen, dezentralen Mobilisierungen und der Schaffung von Narrativen sowie der Verbindung von K\u00e4mpfen durch Statements mit einem ganzheitlichen Ansatz. Die Praxis von AP ist gekennzeichnet und unmittelbar verbunden durch eine gemeinsame Hotline mit t\u00e4glichen Interventionen f\u00fcr People on the Move, die auf Infrastrukturen f\u00fcr Bewegungsfreiheit zielen.<\/strong> <strong>Wo seht Ihr die jeweiligen Vorteile, aber auch Grenzen?<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>P.D.: <\/strong><em>AP ist eine gro\u00dfartige Erfahrung, die in der Lage ist, das europ\u00e4ische Migrationsmanagement und das Grenzregime herauszufordern. Dies ist von unsch\u00e4tzbarem Wert f\u00fcr Hunderttausende von Migrant:innen, die ihre Bewegungsfreiheit durchzusetzen versuchen. TSS verfolgt eine etwas andere Strategie und konzentriert sich mehr auf die Verbindung von K\u00e4mpfen als auf ein einzelnes Thema wie die Rettung von Migrant:innen.<\/em> <em>Tats\u00e4chlich m\u00fcssen Migrant:innen auf ihrem Weg in die Freiheit zahlreiche Hindernisse \u00fcberwinden. Diejenigen, die es schlie\u00dflich schaffen, nach Europa einzureisen, m\u00fcssen sich nicht nur dem Albtraum des Dublin-Regimes und des \u201eAufnahmesystems\u201c stellen, sondern sie werden auch gezwungen, sich in eine verf\u00fcgbare Arbeitskraft zu verwandeln, die f\u00fcr die Produktion und Reproduktion von zentraler Bedeutung, aber aufgrund ihres spezifischen Rechtsstatus auch isoliert ist. Dies wirkt sich auch auf die F\u00e4higkeit aus, K\u00e4mpfe am Arbeitsplatz zu organisieren \u2013 sei es auf den Farmen und Feldern, in der Autoindustrie, in der Logistik oder in der Pflege.<\/em> <em>TSS kann also nicht wie AP auf unmittelbare Ergebnisse setzen, w\u00e4hrend AP haupts\u00e4chlich danach strebt, Migrant:innen sofortige Unterst\u00fctzung zu bieten und Sand ins Getriebe des Grenzregime zu streuen, ohne unbedingt ein umfassenderes Projekt politischer Verbindungen zu verfolgen. Was wir gemeinsam haben, ist sicherlich die Anerkennung der politischen Zentralit\u00e4t der Migrationsbewegungen und die Notwendigkeit, gegen Rassismus und Ausbeutung zu k\u00e4mpfen.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"512\" src=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/008-arrival-aegean-islands-1024x512.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-460\" style=\"width:750px\" srcset=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/008-arrival-aegean-islands-1024x512.jpg 1024w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/008-arrival-aegean-islands-300x150.jpg 300w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/008-arrival-aegean-islands-768x384.jpg 768w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/008-arrival-aegean-islands-1536x768.jpg 1536w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/008-arrival-aegean-islands.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ankunft auf den \u00c4g\u00e4ischen Inseln<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Noii: <\/strong><em>AP ist f\u00fcr uns immer noch ein kleines Wunder in Bezug auf Kontinuit\u00e4t, Verbindlichkeit und Effektivit\u00e4t in der Geschichte von noborder. Offensichtlich war es m\u00f6glich \u2013 verbunden durch eine gemeinsame Hotline mit der klaren Aufgabe, Menschen auf See zu begleiten und zu unterst\u00fctzen \u2013 ein nachhaltiges Netzwerk auf einer sehr dezentralen Ebene, aber mit einer gemeinsamen Praxis zu schaffen. Innerhalb der letzten zehn Jahre haben wir eine sehr komplexe Struktur entwickelt und \u2013 was am wichtigsten ist \u2013 wir konnten das Vertrauen vieler Migrant Communities gewinnen.<\/em> <em>Diese Art der Vernetzung und der t\u00e4glichen Kontakte mit den Migrationsbewegungen sind eine gro\u00dfe St\u00e4rke. Da wir auf operativer Ebene so viele Dinge lernen und weiter entwickeln m\u00fcssen und weil wir t\u00e4glich in so viele Mikrok\u00e4mpfe verwickelt sind, laufen wir Gefahr, die politische Ebene zu vernachl\u00e4ssigen. Unser gemeinsamer Rahmen ist nat\u00fcrlich noborder und die Forderung nach Bewegungsfreiheit.<\/em> <em>Aber tiefere Diskussionen \u00fcber die Narrative im Migrationsdiskurs oder sogar \u00fcber die Verkn\u00fcpfung unseres Kampfes mit anderen sozialen K\u00e4mpfen geraten oft in den Hintergrund. Das ist nicht selten ein Kapazit\u00e4tsproblem, aber insofern k\u00f6nnen wir vom TSS lernen. Zumindest ist AP sehr engagiert in der Organisation des Transborder Sommer Camps, das im Sommer 2025 zum dritten Mal stattfinden wird und in dem wir versuchen, eigene R\u00e4ume f\u00fcr vertiefende und themen\u00fcbergreifende Diskussionen zu schaffen.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"640\" src=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/009-Thuraya-video-for-Communities--1024x640.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-461\" style=\"width:750px\" srcset=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/009-Thuraya-video-for-Communities--1024x640.jpg 1024w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/009-Thuraya-video-for-Communities--300x188.jpg 300w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/009-Thuraya-video-for-Communities--768x480.jpg 768w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/009-Thuraya-video-for-Communities--1536x960.jpg 1536w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/009-Thuraya-video-for-Communities--2048x1280.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Thuraya-Video f\u00fcr Communities<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong><strong>\u2013 (7) Lasst uns \u00fcber Eure jeweiligen internen Strukturen sprechen. Wie teilt Ihr die Arbeit auf, wie ist Euer Netzwerk aufgebaut? Wie geht Ihr mit Entscheidungsprozessen, Verantwortlichkeiten und Fluktuationen um? Was wird in zentralen, was in dezentraleren Strukturen organisiert? Ist das ein Konfliktbereich?<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>P.D.: <\/strong><em>Die TSS hat sowohl eine Koordinierungsgruppe als auch spezifische Projekte, die jeweils unter dem Eindruck von Ereignissen und K\u00e4mpfen entstanden sind, die sie notwendig machten.<\/em> <em>Ich habe bereits EAST, PAAW und TMC erw\u00e4hnt. Es gibt auch eine Initiative namens Climate Class Conflict (CCC), die w\u00e4hrend der Klimastreikwelle ins Leben gerufen wurde, um die Notwendigkeit hervorzuheben, die \u00f6kologische Dringlichkeit aus der Sicht der Besch\u00e4ftigten anzugehen, in dem Wissen, dass, wenn diese Arbeitnehmer beispielsweise im Kohlebergbau besch\u00e4ftigt sind, Widerspr\u00fcche aufbrechen. Die Koordinierungsgruppe ist sowohl der Ort, an dem der Stand der jeweiligen Initiativen geteilt und kommuniziert, als auch der Ort, an dem Entscheidungen getroffen werden.<\/em> <em>Die Zusammensetzung der Initiativen variiert zwangsl\u00e4ufig aufgrund von unvorhersehbaren Ereignissen, Dynamiken von K\u00e4mpfen und der besonderen Situation lokaler Gruppen oder Kollektive. Die Zusammensetzung variiert auch, weil die physischen Treffen, die wir regelm\u00e4\u00dfig organisieren, neue Kr\u00e4fte freisetzen, die zus\u00e4tzliche Synchronisierungsarbeit erfordern, da nicht alle die gleichen Erfahrungen in der transnationalen Organisierung haben.<\/em> <em>In manchen Momenten \u2013 wie w\u00e4hrend der Pandemie \u2013 konnten wir in unseren lokalen Kontexten nicht wie gewohnt agieren, sodass der transnationale Raum, den wir als konsolidiertes Netzwerk zur Verf\u00fcgung stellen konnten, viele neue Themen aufgriff, an denen &#8211; auch um die durch die Pandemie erzwungene Isolation zu \u00fcberwinden &#8211; starkes Interesse bestand. Dasselbe geschah nach der russischen Invasion in der Ukraine, als wir eine Online-Versammlung ins Leben riefen, an der Hunderte von Genossinnen und Genossen aus Dutzenden von L\u00e4ndern teilnahmen, und die PAAW ins Leben riefen.<\/em> <em>Einige sind geblieben, andere nicht, und diese Fluktuation ist sowohl unvermeidlich als auch eine Herausforderung f\u00fcr die Kontinuit\u00e4t unserer politischen Initiative. Bei Konflikten geht es nicht so sehr um die Funktionsweise interner Strukturen, sondern um politische Perspektiven und Organisierung. Die Gegens\u00e4tze zwischen lokal und transnational, zwischen Diskurs und Aktion haben schwierige und wichtige Diskussionen in Gang gesetzt. Besonders kritisch war der Krieg in Pal\u00e4stina. Bereits <\/em>s<em>eit Beginn des Krieges in der Ukraine weigerten sich Genossinnen und Genossen innerhalb der PAAW, die aufgezwungene Polarisierung der Kriegsfronten zu \u00fcbernehmen, also sich entweder auf die Seite von Putins autorit\u00e4rem Regime oder auf die Seite des neoliberalen Projekts der EU zu stellen.<\/em> <em>Stattdessen betonten wir, wie wichtig es ist, Beziehungen gegen den Krieg und \u00fcber nationale Grenzen hinweg aufzubauen, zwischen Arbeiter:innen, Frauen, LGBTQ+-Personen und Migrant:innen. Trotzdem kam es nach dem 7<sup>.<\/sup> Oktober 2024 zu grundlegenden Widerspr\u00fcchen, als jemand in die Logik des Krieges verfiel und behauptete, dass die bedingungslose Unterst\u00fctzung der Menschen in Pal\u00e4stina und die Ablehnung des Krieges gleichbedeutend damit sei, alle Menschen in Israel als Kolonisatoren oder Feinde zu betrachten und die Hamas als den einzig m\u00f6glichen und legitimen Widerstand zu betrachten.<\/em> <em>Dieser Streit besch\u00e4ftigt ja in vielen Orten die lokalen Bewegungen. Sich ihm ohne Angst zu stellen, ist Teil der Schaffung einer gemeinsamen Perspektive, die notgedrungen Konflikte in sich tr\u00e4gt. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Noii: <\/strong><em>Unsere Hotline ist eine Art selbstorganisiertes Callcenter und auch die Koordination des Schichtsystems muss mit einigen zentralisierten Hilfsmitteln erfolgen. Aber die \u00dcbernahme von Schichten und deren Abdeckung rund um die Uhr h\u00e4ngt bereits von der dezentralen Verantwortung der lokalen Teams ab.<\/em> <em>Da wir in mindestens vier verschiedenen Regionen aktiv sind \u2013 \u00c4g\u00e4is, zentrale Mittelmeerregion, westliche Mittelmeerregion\/Atlantik und \u00c4rmelkanal \u2013 sind wir mit sehr unterschiedlichen Bedingungen konfrontiert. Allein die Entwicklung der jeweiligen Alarmpl\u00e4ne \u2013 standardisierte Verfahren, wie in Notf\u00e4llen zu handeln ist \u2013 ist sehr komplex. Wir m\u00fcssen diese Arbeit notwendigerweise aufteilen und dezentralisieren. So sind diese Alarmpl\u00e4ne, aber auch Berichte, interne und externe Kommunikation, technische Fragen, Kontakte zu Beh\u00f6rden und Beziehungen zu Communities alles Lernprozesse mit Entscheidungen auf dezentraler Ebene.<\/em> <em>Auch in finanzieller Hinsicht werden ma\u00dfgebliche Entscheidungen von den verschiedenen Arbeitsgruppen getroffen, und wir haben nicht eine einzige bezahlte Stelle. Unser Organigramm gleicht einer Art Labyrinth, aber gleichzeitig empfinden wir es als eine unserer St\u00e4rken: intern bei der Arbeitsteilung und extern, um nicht so anf\u00e4llig f\u00fcr potenzielle Repressionen zu sein. Vor einigen Jahren haben wir dar\u00fcber diskutiert, dass wir uns wie eine Hydra organisieren m\u00fcssen. Wenn die Beh\u00f6rden versuchen, einen Kopf abzuschlagen, sollten zwei andere nachwachsen.<\/em> <em>Und inzwischen scheint unser Netzwerk sehr gefestigt zu sein, sodass wir auch die Fluktuationsprozesse gut h\u00e4ndeln k\u00f6nnen. Nat\u00fcrlich kommen und gehen Leute in einem so gro\u00dfen Netzwerk mit etwa 300 Mitgliedern und so vielen Aufgaben. Wir versuchen, \u00fcber die Notwendigkeit von Auszeiten zu diskutieren und dar\u00fcber, wie wir gut damit umgehen k\u00f6nnen, wenn Freund:innen oder sogar komplette Teams pausieren oder ganz aufh\u00f6ren. Entscheidend scheint uns die Stabilit\u00e4t der jeweiligen Kerngruppen in den vier Regionen, in denen unsere Hotline aktiv ist.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"721\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/010-721x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-462\" style=\"width:750px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/010-721x1024.jpg 721w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/010-211x300.jpg 211w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/010-768x1090.jpg 768w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/010-1082x1536.jpg 1082w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/010-1442x2048.jpg 1442w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/010.jpg 1515w\" sizes=\"auto, (max-width: 721px) 100vw, 721px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong><strong>\u2013 (8) Eure beiden Netzwerke verfolgen den Ansatz und den Anspruch, globale Hierarchien und Ungerechtigkeiten zwischen S\u00fcd und Nord zu \u00fcberwinden oder zu untergraben. Was bedeutet das und wie funktioniert es in der Realit\u00e4t? Welche Schritte konnten bereits unternommen werden? Was sind die gr\u00f6\u00dften Probleme und Herausforderungen in Euren Strukturen und in Euren Pl\u00e4nen?<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>P.D.: <\/strong><em>Wir haben<\/em> <em>bereits<\/em> <em>unsere \u201eHinwendung nach Osten\u201c erw\u00e4hnt, die die Organisation von Treffen nicht nur in Polen, sondern auch in Slowenien, Georgien und Bulgarien zur Folge hatte.<\/em> <em>Die politische Bedeutung dieser Neu-Ausrichtung bestand darin, Europa nicht aus dem \u201eZentrum\u201c seiner Regierungen \u2013 wie in Deutschland oder Frankreich \u2013 zu betrachten, sondern von seinen R\u00e4ndern aus. Wir wollten &#8211; sowohl von innen als auch von au\u00dfen &#8211; Europa nicht nur in institutioneller Hinsicht verstehen, sondern &#8211; was uns entscheidend erscheint &#8211; auch die transnationale Dimension neoliberaler Politik betrachten sowie die Art und Weise, in der Unterschiede in Bezug auf L\u00f6hne, Arbeitsbeziehungen oder rassistische und patriarchalische Hierarchien als Teil einer Gesamtorganisation von Produktion und Reproduktion entstehen.<\/em> <em>Wir haben auch Verbindungen zu t\u00fcrkischen und kurdischen Genossinnen und Genossen aufgebaut, weil wir die Rolle der T\u00fcrkei im europ\u00e4ischen Grenzmanagement kennen und die Angriffe gegen das kurdische Volk im Zusammenhang mit dem Krieg oder mit sozialen K\u00e4mpfen wie der iranischen Bewegung \u201eFrauen-Leben-Freiheit\u201c sehen.<\/em> <em>Einschr\u00e4nkend muss gesagt werden, dass sich diese Verbindungen oft entlang bestimmter Anl\u00e4sse entwickeln, wie zum Beispiel dem R\u00fcckzug der T\u00fcrkei aus der Istanbuler Konvention, der vor einigen Monaten die Initiative von EAST ausgel\u00f6st hat. Die Herausforderung besteht darin, diese Verbindungen \u00fcber die Ereignisse hinaus zu festigen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Noii:<\/strong><em>Unser AP-Treffen zum zehnj\u00e4hrigen Bestehen fand k\u00fcrzlich, Anfang Oktober 2024, in Dakar statt. Es war uns praktisch und symbolisch wichtig, in den Senegal zu reisen, wo unser s\u00fcdlichstes Team aktiv ist.<\/em> <em>In der Regel treffen wir uns zweimal im Jahr mit 100 bis 150 Personen, und die meisten unserer Mitglieder aus dem S\u00fcden k<\/em><em>\u00f6<\/em><em>nnen kein Visum f\u00fcr die Teilnahme an Treffen im Norden erhalten. Daher findet eines dieser beiden Treffen im S\u00fcden statt. Dementsprechend hatten wir in den letzten Jahren mehrere Vollversammlungen und noch h\u00e4ufiger Arbeitsgruppentreffen in Tunesien und Marokko organisiert.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Einige unserer Mitglieder haben eigene Erfahrungen mit der \u00dcberquerung des Meeres. Und in den regionalen Gruppen sind die in Tunesien und Marokko lebenden Freund:innen f\u00fcr Updates, f\u00fcr Analysen und Sensibilisierung von entscheidender Bedeutung.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wie bereits erw\u00e4hnt, konnten wir gute Beziehungen zu Communities on the Move aufbauen und wir haben enge Verbindungen zu unseren<\/em> <em>Schwesterprojekten im oder aus dem S\u00fcden, zum Beispiel zum Alarm Phone Sahara in Niger, zu Boza Fii im Senegal oder zu Refugees in Libya. Dar\u00fcber hinaus engagiert sich AP sehr stark im transnationalen CommemorAction-Netzwerk, in dem wir mit vielen Familien von Vermissten in Nord- und Westafrika zusammenarbeiten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Obwohl all diese Bem\u00fchungen und Kooperationen die Herangehensweise und die <\/em><em>Priorit<\/em><em>\u00e4ten von AP beeinflussen und ver\u00e4ndern, wollen wir nicht so tun, als h\u00e4tten wir bereits v\u00f6llig gleichberechtigte Strukturen. Die Ressourcen und die damit verbundenen Privilegien, sich mehr Zeit zu nehmen, zu reisen und an vielen Treffen teilzunehmen, liegen noch eindeutig im Norden. Und die Teams in Europa sind zu selten gemischt zusammengesetzt, mit Mitgliedern mit und ohne Migrationserfahrung. Daher besteht unserer Meinung nach immer noch eine gewisse Dominanz des Nordens, obwohl in den genannten Strukturen die Entscheidungsfindung so dezentralisiert ist.<\/em> <em>Es handelt sich um einen fortlaufenden und permanenten Prozess der Reflexion und Ver\u00e4nderung unserer Strukturen.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/011-Alarm-Phone-in-Dakar-in-October-2024-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-463\" style=\"width:750px\" srcset=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/011-Alarm-Phone-in-Dakar-in-October-2024-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/011-Alarm-Phone-in-Dakar-in-October-2024-300x225.jpg 300w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/011-Alarm-Phone-in-Dakar-in-October-2024-768x576.jpg 768w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/011-Alarm-Phone-in-Dakar-in-October-2024-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/011-Alarm-Phone-in-Dakar-in-October-2024-600x450.jpg 600w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/011-Alarm-Phone-in-Dakar-in-October-2024.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Alarm Phone in Dakar im Oktober 2024<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong><strong>\u2014 (9) K\u00e4mpfe verbinden! TSS spiegelt diesen Ansatz bereits in seinen Strukturen wieder, AP versucht, R\u00e4ume f\u00fcr transversale Diskussionen zu schaffen. Wie f\u00e4llt Eure bisherige Bilanz aus? Kommt es wirklich zu gegenseitigen St\u00e4rkungen? Oder eher zu \u00dcberlastungen in Bezug auf Komplexit\u00e4t und Kapazit\u00e4ten?<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>P.D.: <\/strong><em>Nat\u00fcrlich beides! Manchmal \u2013 und einige der oben beschriebenen Erfahrungen sind Beispiele daf\u00fcr \u2013 ist es uns gelungen, einen Raum zu schaffen, in dem Unterschiede zum Ausdruck gebracht werden konnten und dennoch Teil eines gemeinsamen Projekts und einer Initiative waren. Lokale K\u00e4mpfe, die ansonsten isoliert geblieben w\u00e4ren, konnten bekannter gemacht werden. Sie wurden diskutiert und zum Teil eines gemeinsamen Problems und Projekts.<\/em> <em>Aber jeder Erfolg erh\u00f6ht die Komplexit\u00e4t und wirft neue Fragen und Herausforderungen auf. In der Tat sind die Zeiten, in denen wir leben, an sich schon komplex, die Fragmentierung organisierter Bewegungen war noch nie so grundlegend, auch aufgrund des Drucks des Krieges, und wir k\u00f6nnen keine einfachen L\u00f6sungen erwarten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Noii:<\/strong><em>Das ist und bleibt eine schwierige Frage. AP war im vergangenen Jahr an mehreren gr\u00f6\u00dferen Treffen beteiligt, die inhaltlich \u00fcber Flucht und Migration hinausgingen. 2019 und 2022 waren wir Teil der Transborder Sommer Camps, im Herbst 2021 haben wir die gleichzeitigen Zusammenkommen in Palermo und Dakar mitorganisiert.<\/em> <em>Bei all diesen Veranstaltungen war ein \u201etransversaler\u201c Ansatz beabsichtigt und punktuell gab es sehr produktive Workshops, beispielsweise zu den Hintergr\u00fcnden der Migration, zur Situation in verschiedenen Herkunftsl\u00e4ndern oder zu Migration und (migrantischer) Arbeit. Aber letztlich blieben diese Veranstaltungen vereinzelte Momente und f\u00fchrten nicht zu nachhaltigeren Strukturen, um K\u00e4mpfe zu vernetzen. Theoretisch sind sicherlich alle AP-Mitglieder von der Notwendigkeit themen-\u00fcbergreifender Bem\u00fchungen \u00fcberzeugt.<\/em> <em>In der Praxis geht dies jedoch oft in unseren Programmpunkten unter und vielleicht haben viele Freund:innen das Gef\u00fchl, dass diese Diskurse zu abstrakt bleiben, wenn wir nicht gleichzeitig effektive Praktiken entwickeln k<\/em><em>\u00f6<\/em><em>nnen. Und schlie\u00dflich haben wir alle mit Kapazit\u00e4tsproblemen zu k\u00e4mpfen. Bei unserem letzten Treffen in Dakar haben alle AP-Mitglieder einiges mehr \u00fcber die Realit\u00e4ten und sozialen K\u00e4mpfe nicht nur im Senegal, sondern in mehreren L\u00e4ndern Westafrikas erfahren.<\/em> <em>Die Herausforderung besteht darin, dass daraus mehr entstehen sollte als ein weiterer interessanter Moment des Austauschs. <\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wir sehen eine n\u00e4chste Chance in dem bereits erw\u00e4hnten Transborder Sommer Camp im August 2025. Wir werden versuchen, bereits im Vorfeld, also in der Vorbereitungsphase, einen Prozess der Vernetzung von K\u00e4mpfen in Gang zu setzen und ihn dann auch im AP st\u00e4rker zu verankern. Wir hoffen, dass die Plattform f\u00fcr den Transnational Social Strike dieses Vorhaben unterst\u00fctzen und st\u00e4rken wird.<\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><strong>Precarious Di\u222bconnections (PD) Bologna<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<p>Precarious Di\u222bconnections ist ein (Organisierungs)Raum f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen, prek\u00e4r und nicht prek\u00e4r, Migrant:innen und Italiener:innen, die die globale und allgemeine Situation der modernen Arbeitsverh\u00e4ltnisse als zentrales Thema ihrer politischen Intervention gew\u00e4hlt haben. Unser Ziel ist es, die Isolation und Spaltung der Besch\u00e4ftigten zu durchbrechen, ausgehend von den Unterschieden, die sie zun\u00e4chst trennen. Es geht darum, die globale Verbindung der \u201eFigures of Precarity\u201c aufzuzeigen und von dort aus \u00fcber M\u00f6glichkeiten des Kampfes nachzudenken, die dort ansetzen, wo es am st\u00e4rksten trifft, d. h. dort, wo Kapital produziert und reproduziert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Kontakt: <a href=\"mailto:info@connessioniprecarie.org\">info@connessioniprecarie.org<\/a><br>FF: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Connessioniprecarie\">facebook.com\/Connessioniprecarie<\/a><br>Ig:<a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/connessioniprecarie\/\"> instagram.com\/connessioniprecarie<\/a><br>TSS-Website: <a href=\"https:\/\/www.transnational-strike.info\/\">transnational-strike.info<\/a><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/012-TSS-meeting-October-2023-in-Bologna-for-Box-Bologna--1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-464\" style=\"width:750px\" srcset=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/012-TSS-meeting-October-2023-in-Bologna-for-Box-Bologna--1024x683.jpg 1024w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/012-TSS-meeting-October-2023-in-Bologna-for-Box-Bologna--300x200.jpg 300w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/012-TSS-meeting-October-2023-in-Bologna-for-Box-Bologna--768x512.jpg 768w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/012-TSS-meeting-October-2023-in-Bologna-for-Box-Bologna--1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/012-TSS-meeting-October-2023-in-Bologna-for-Box-Bologna-.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">TSS Treffe im Oktober 2023 in Bologna<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><strong>no one is illegal (noii) Hanau<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<p>Unsere Gruppe in Hanau ist seit Anfang der 1990er Jahre aktiv gegen Abschiebungen, f\u00fcr Bleiberecht und Bewegungsfreiheit. Seitdem bieten wir zweimal pro Woche eine unabh\u00e4ngige Beratung f\u00fcr Gefl\u00fcchtete und Migrant*innen in einem lokalen besetzten Haus an und waren und sind an mehreren antirassistischen Kampagnen beteiligt. Wir haben 1997 das Netzwerk \u201ekein mensch ist illegal\u201c mitgegr\u00fcndet und 1998 das noborder-Netzwerk, das Kampagnen gegen Abschiebefl\u00fcge und \u201enoborder\u201c-Camps in Grenzregionen quer durch Europa organisiert. Wir verfolgen einen transnationalen Ansatz und sind davon \u00fcberzeugt, Infrastrukturen f\u00fcr&nbsp; Bewegungsfreiheit aufzubauen. Deshalb engagieren wir uns auch stark im Netzwerk \u201eWelcome to Europe\u201c (siehe <a href=\"https:\/\/w2eu.info\/\">https:\/\/w2eu.info<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p>AP-Website: <a href=\"https:\/\/alarmphone.org\/de\/\">https:\/\/alarmphone.org\/de\/<\/a><br>Kontakt: <a href=\"mailto:kmii-hanau@antira.info\">kmii-hanau@antira.info<\/a><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"639\" src=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/013-Box-Hanau-1024x639.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-465\" style=\"width:750px\" srcset=\"https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/013-Box-Hanau-1024x639.jpg 1024w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/013-Box-Hanau-300x187.jpg 300w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/013-Box-Hanau-768x479.jpg 768w, https:\/\/trans-border.net\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/013-Box-Hanau.jpg 1441w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Gespr\u00e4ch zwischen Aktivist:innen von Precarious Disconnection in Bologna\/Italien \u2013 aktiv in der Plattform f\u00fcr einen Transnationalen Sozialen Streik (TSS) \u2013 und von kein mensch ist illegal in Hanau\/Deutschland \u2013 aktiv im transnationalen Netzwerk Alarm Phone (AP) Die Idee f\u00fcr das folgende Gespr\u00e4ch und diesen Austausch ist entstanden, als sich<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":487,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-488","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized","comments-off"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/trans-border.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/488","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/trans-border.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/trans-border.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/trans-border.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/trans-border.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=488"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/trans-border.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/488\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":489,"href":"https:\/\/trans-border.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/488\/revisions\/489"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/trans-border.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/487"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/trans-border.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=488"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/trans-border.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=488"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/trans-border.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=488"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}